Flugzeug Knigge - So verhalten Sie sich richtig


Manieren und gutes Benehmen sind nicht nur beim Vorstellungsgespräch oder ersten Date wichtig. Wer einen guten Eindruck machen will, sollte sich in jeder Lebenslage zu verhalten wissen. Heute schauen wir uns daher die Knigge rund ums Fliegen an.


1. Sicherheitskontrolle

Machen Sie keine schlechten Witze in der Sicherheitskontrolle. Auf die Frage, was sich in ihrer Tasche befindet, „Eine Bombe!“ zu antworten ist nicht nur unkreativ, sondern auch gefährlich. In manchen Ländern droht ihnen eine Anzeige und vielleicht sogar eine Haftstrafe.


2. Boarding

Beim Einsteigen ins Flugzeug vermeiden Sie es, zu drängeln oder an die Sitze oder andere Passagiere zu stoßen. Ruhige Bewegungen sind hier das Zauberwort. Das gilt auch fürs Boarding. Es wartet keine Belohnung auf den ersten, hetzen Sie also nicht. Das Flugzeug hebt schon nicht ohne Sie ab. Aber trödeln Sie auch nicht. Pünktlichkeit wird hoch angesehen und es sind alle dankbar für einen pünktlichen Start und reibungslosen Ablauf.


Foto eines Mannes, der sein Handgepäck ins Ablagefach über seinem Sitz legt

3. Wohin mit dem Handgepäck?

Wir alle haben es erlebt: ein Passagier verstaut beim Einsteigen gemütlich seinen Koffer und verursacht einen Stau wie auf der A3 zum Berufsverkehr. Lassen Sie andere passieren, bevor Sie Ihr Handgepäck verstauen.

Rucksackträger sollten besondere Vorsicht walten lassen. Wer sich seinen Platz suchend nach links und rechts dreht, schlägt sonst anderen Passagieren schnell den Rucksack um die Ohren. Und das hat keiner gern.

Nutzen Sie beim Verstauen Ihres Gepäcks und ihrer Kleidungsstücke auch den Platz unter dem Vordersitz. Sie machen sich nämlich nicht beliebt, wenn Sie in die bereits überfüllten Ablagefächer über den Sitzen stopfen und dabei ausgebreitete Jacken oder Mäntel zerknittern.


4. Reden mit den Sitznachbarn

An ihrem Platz angelangt, grüßen Sie Ihre Sitznachbarn. Verwickeln Sie ihre Mitreisenden nicht in eine Chronik ihrer Kindheit – Smalltalk genügt. Sollte Ihnen einmal jemand die symbolische Frikadelle ans Ohr reden wollen, versuchen Sie es mit einem freundlichen „Verzeihen Sie, aber ich hatte mich darauf gefreut, auf diesem Flug ein wenig zu schlafen/ ein Buch zu lesen/ Musik zu hören“. Hieran hat kaum jemand etwas auszusetzen.


5. Platzwechsel

Sie haben nicht Ihren Wunschplatz erhalten und wollen gerne tauschen? Fragen Sie höflich, ob es dem anderen etwas ausmacht, wenn Sie am Fenster sitzen. Aber geben Sie sich auch mit einem Nein zufrieden.


6. Aufstehen während des Flugs

Wenn Sie zur Toilette wollen, oder sich die Füße vertreten möchten, bitten Sie Ihre Sitznachbarn höflich, durchgelassen zu werden. Ein kurz angebundenes „Ich muss mal durch“ gilt zurecht als unhöflich. Ziehen Sie sich beim Aufstehen bloß nicht am Sitz des Vordermanns hoch. Sie könnten diesen aufwecken, oder seine Haare erwischen. Wenn Sie zurück an ihren Platz kommen, setzen Sie sich langsam und kontrolliert hin. Lassen Sie sich nicht in den Sitz fallen und Ihnen ist der Dank Ihrer Hinterleute sicher.


Mann mit Augenschutz schläft im Flugzeug

7. Die Rückenlehne

Bevor Sie Ihre Rückenlehne verstellen, fragen Sie Ihren Hintermann. So hat er Gelegenheit, Sie über Kaffee, Notebook oder Buch auf dem Tablett zu informieren. Menschen mit langen Beinen tuen Sie einen großen Gefallen, wenn Sie von der Verschiebung Ihrer Rückenlehne absehen, da dies den Hintermann nur weiter einengt.

Verstellen Sie die Rückenlehne langsam und nie ruckartig.


8. Kampf um die Armlehnen

Bei Dreierreihen ergibt sich oft ein bitterlicher Kampf um die Armlehne.

Lassen Sie die beiden Armlehnen dem Passagier auf dem mittleren Sitz. Dieser hat nämlich am wenigsten Platz und sitzt beengt. Wenn Sie gerne die FAZ oder die Zeit lesen möchten, falten sie diese klein, Ihr Nachbar will vielleicht nicht mitlesen.


9. Boardservice

Wenn die Flugbegleiter mit dem Ausschenken von Getränken beginnen, wird der Fensterplatz zuerst bedient. So vermeidet man das Risiko, dass beim Weiterreichen von Getränken Kaffee und Cola des Gangplatzes umgestoßen werden.

Setzen Sie die Flugbegleiter nicht unter Druck. Der Rufknopf ist keine Maustaste, die erst durch Doppelklicks funktioniert. Bitten Sie erst um Nachschub, wenn den anderen Gästen serviert wurde.

Beim Essen und Trinken empfehlen wir, sich nicht zu breit zu machen. Mitgebrachtes zu verzehren gilt als unangebracht. Ausnahme sind Billigflüge auf Kurz- und Mittelstrecken, auf denen kein Essensservice angeboten wird.

Halten Sie sich mit Alkohol zurück. Niemand hat gerne lallende Passagiere an Bord. Zudem weiten sich bei der dünnen Luft Ihre Blutgefäße und nehmen Alkohol besser auf.

Trinkgeld auf dem Flugzeug ist unüblich. Sollten Sie sich doch einmal für den guten Service erkenntlich zeigen wollen, bedenken Sie: Das Personal handelt als Gastgeber und ist angehalten, Trinkgelder an karitative Einrichtungen zu spenden.


10. Nach der Landung

Bei der Landung zu applaudieren war vielleicht in den 90ern modern. Heute ist es out, offenbaren Sie so dem Flugpersonal doch ein gewisses Misstrauen. Wenn doch jemand klatscht – reagieren Sie mit einer guten Mine, strafen Sie andere nicht mit bösen Blicken.

Zwischen dem Deaktivieren der Anschnallzeichen und dem Öffnen der Flugzeugtür vergehen mehrere Minuten. Es ist also nicht nötig, sprungartig aufzuschnellen und das Handgepäck aus dem Ablagefach zu entnehmen – nur um dann mit eingezogenem Kopf und wie die Sardinen gequetscht zu verharren. Ist die Tür dann einmal offen, verlassen Sie die Maschine zügig, aber ohne zu drängeln.

Wir wünschen Ihnen einen guten Flug!

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